11/04/2016

Zitate

Hier findest du eine umfassende Sammlung von inspirierenden und motivierenden Zitaten aus Yogabüchern. Jede Woche kommen neue Zitate hinzu.

Paramahansa Yogananda

Für diejenigen, die falsch handeln, ist das SELBST ein Feind. Befreundet euch mit dem SELBST, dann wird es euch erlösen. Es gibt keinen anderen Erlöser, als euer SELBST. Ihr liegt in den Ketten der Unwissenheit und der schlechten Gewohnheiten gefangen. Ihr leidet nur deshalb, weil ihr eure falschen Gewohnheiten nicht aufgeben wollt. Wenn ihr nur mehr Weitsicht hättet, damit ihr die Zeit – die kostbare Zeit, die euch geschenkt wurde – nicht ungenutzt verstreichen laßt.

Paramahansa Yogananda: Die ewige Suche des Menschen, 1934

Asanas bringen Gesundheit, Schönheit, Stärke, Festigkeit, Leichtigkeit, Klarheit der Rede und des Ausdrucks, ruhige Nerven und frohen Mut.

B.K.S. Iyengar: Licht auf Pranayama, 1981

Yoga ist eine Methode, ein nicht-träumendes Bewusstsein zu erlangen. Es ist die Wissenschaft vom Sein im Hier und Jetzt. Yoga bedeutet, dass du jetzt bereit bist, nicht mehr in die Zukunft abzuwandern. Es bedeutet, dass du jetzt bereit bist, die Wirklichkeit zu sehen, wie sie ist.

Osho: Die Geburt des Individuums, 1974

Besonders für einen spirituellen Aspiranten ist Flexibilität notwendig. Wenn das Prana (Lebensenergie) einmal wächst, verhindert jeder Widerstand seine freie Bewegung. Daher solltest du jeden Morgen Asanas (Yogastellungen), Pranayama (Atemübungen) und Mantra Japa (Wiederholung der Namen Gottes) praktizieren. Flexibilität der Wirbelsäule lässt die Energie richtig fließen, so dass sie nach oben statt nach unten fließt. Es ist wie beim Wasser, welches in einer groben Form abwärts fließt, aber in subtiler Form (als Dampf) aufsteigt. Auf gleiche Weise wird eine flexible Wirbelsäule deiner Energie erlauben, von den unteren Zentren zu den oberen aufzusteigen.

Swami Vishnudevananda (31. Dezember 1927 – 9. November 1993)

Womit man sich auch tagsüber beschäftigen muss, die Erschütterungen und die verschiedenen Vorkomnisse sollten keine Narben hinterlassen. Diese Narben werden zum Ego, zum Selbst, und während des Lebens wird es stark, und seine Mauern werden fast undurchdringlich.

Jiddu Krishnamurti. Das Notizbuch, 1973

Anmerkung von Dirk: Deswegen ist die yogische Technik des Loslassens, des Nicht-Anhaftens so wichtig. Und die tägliche Praxis. Viele Menschen setzen sich einem Gedanken-Terror aus, ob von außen durch die Medien oder innerhalb ihres Gehirns. Sie verhaften in negativen Gedanken, die ihrem Leben nachhaltig schaden. Der Geist muss sich öffnen für das Feld des unbegrenzten Potenzials und Altes, Schädliches loswerden.

Alice Christensen

Die meisten Menschen denken bei Yoga an die spezifischen Körperstellungen und Bewegungen, die man im Unterricht, aus Büchern oder Videos erlernt. Dieser physische Aspekt ist jedoch nur ein sehr kleiner Bestandteil des großartigen Gedankengebäudes und der Technik der Yoga-Tradition. Tatsächlich wurden diese Körperübungen und Atemtechniken ursprünglich entwickelt, um den Körper stark und gesund zu erhalten, damit der oder die Praktizierende rascher zu einigen der tieferen Aspekte des Yoga vordringen konnte.

Die meisten von uns kommen schließlich zu der Auffassung, dass Gesundheit und Wohlbefinden nicht genug sind; wie die Mehrheit der Menschheit empfinden wir eine tiefe Sehnsucht danach, einen Sinn im Leben, einen Grund für unser Dasein, zu finden. Viele Praktizierende merken nach einiger Zeit, dass es im Yoga noch “etwas anderes„ zu entdecken gibt, das unser universelles Verlangen nach Sinn und Bedeutung anspricht. Während die täglichen Übungen unseren physischen Körper in Form bringen, entwickelt sich in uns allmählich ein mystisches Gewahrsein. Dies geschieht am häufigsten, wenn die ethischen Praktiken mit der physischen Praxis kombiniert werden. Wenn sich dieser andere Yoga-Aspekt nach und nach offenbahrt kommen in uns Gefühle von innerer Stärke, Selbstvertrauen und innerem Frieden auf.

Ich benutze den Begriff “mystisches Gewahrsein“ zur Beschreibung der Fähigkeit, problemlos mit dem inneren, tieferen, verborgenen Teil in uns zu kommunizieren, jenem Teil, mit dem wir weniger vertraut sind und den wir so selten beachten. Das mystische Gewahrsein ist eine machtvolle Gabe, die uns aus dem unbekannten, unsichtbaren Teil unserer selbst zukommt.

Alice Christensen: Yoga des Herzens, 1998

Banner für den Erwache-Kongress 2015

Es gibt viele verschiedene Wege des Yoga, und es ist an uns, den für uns passenden Weg beziehungsweise die uns angemessene Praxis herauszufinden. Diese Entscheidung kann uns niemand abnehmen. Für mich war und ist die Praxis der Meditation das Zentrum meines persönlichen Yoga-Weges – wobei es für mich auch noch andere wichtige Übungen gibt. Vom Moment der Einführung in die Meditation an meditierte ich also regelmäßig, und mein Leben veränderte sich zusehends. Doch an diesem Punkt möchte ich innehalten und genau sein: ja, mein Leben veränderte sich, mein gefühltes Leben, mein innerer Zustand, begann sich zu verändern. Die emotionale Unbeständigkeit, diese Wellen des Auf-und-Ab der Gefühle, die Berg-und Talfahrt der Stimmungen, begannen allmählich zu verschwinden – was auch Freunde und Bekannte zu bemerken schien. In dieser Phase meines Yoga-Weges erfuhr ich so etwas wie Heilung. Jedes Mal, wenn ich meditierte, spürte ich geradezu körperlich, wie die Fragmente meines Wesens zusammengefügt wurden. Ich fühlte mich gut, zunehmend glücklich und glücklicher.

Doch das war nur der erste wichtige Schritt. Was ich bis dahin nämlich nicht bemerkt hatte, war, dass ich die äußere Welt aus diesem Prozess ausschloss. Nach einiger Zeit fiel mir auf, dass irgendetwas nicht ganz stimmig war. Ich erlebte eindeutig eine Verbesserung meiner Lebensqualität – aber nur unter Ausschluss des Lebens dort draußen. Ich lebte in einem Parallel-Universum. Nun kam also der zweite wichtige Schritt auf meinem Yoga-Weg – die Integration von Innen und Außen. Dieser Schritt zur nächsten Phase war nicht wirklich etwas, das ich vom Kopf her tat, sondern in mir drängte alles danach. Das Bedürfnis, das im Inneren erfahrene nach Außen bringen zu wollen und zu müssen, ist eine im Yoga völlig natürliche Bewegung. Es ist die Natur der Energie des Lebens, die die Yogis Shakti* nennen. Diese Energie oder Kraft, die unser gesamtes Leben durchdringt und den gesamten Kosmos umfasst, ist ungeteilt, ganz und universell. Aus der Perspektive dieser höchsten Energie des Bewusstseins gibt es kein Innen und Außen, kein Diesseits und Jenseits, keinen Unterschied zwischen Himmel und Erde, keinen Gegensatz zwischen heilig und weltlich.

Um diese Ganzheit zu erfahren, müssen wir die Kraft, die wir durch unsere spirituellen Praktiken im Inneren erfahren, auch in der äußeren Welt erkennen. Warum? Ganz einfach: Um glücklich zu sein. Unsere Erfahrungen von Glück hängt unmittelbar mit der Erfahrung unserer Einheit mit allem zusammen. Die Erfahrung der erleuchteten, selbstverwirklichten Mystiker und Yogis ist: „ Ich bin eins mit dem Universum. Das Universum ist mein wahrer Körper. Das Göttliche und diese Welt sind eins. Deshalb bin ich eins mit dem Göttlichen.“ Unterschiede existieren, sicherlich – auf der Oberfläche des Daseins. Aber sie sind nicht wirklich wesentlich. Yoga und Alltag, Spiritualität und alltägliches Leben, sind von daher nichts, was sich ausschließt, sie sind keine Gegensätze. Allerdings empfinden wir das oft so; und darin liegt die Krux. Yoga kann nur dann wirklich funktionieren, zum alltäglichen Glück und sogar zum höchsten Ziel führen, wenn wir diese Einheit akzeptieren, begreifen, unmittelbar erfahren – und in unser Leben umsetzen.

Yogis wurden und werden leider noch immer als Menschen erachtet, die sich vornehmlich des Lebens enthalten. Für gewisse Phasen im Leben eines Yoga-Praktizierenden mag eine bestimmte Zeit der inneren Einkehr und des Rückzugs von der Hektik des Alltags gewiss sinnvoll sein. Aber eben alles zu seiner Zeit und für einen klar definierten Zeitraum.

Joachim Reinelt: Der Yoga-Pfad, 2009

* Anmerkung von Dirk: Statt Shakti könnte hier auch Prana stehen.

Um wieder zur inneren Einheit zu kommen und im Einklang mit sich selbst zu leben, sind 3 Schritte zu tun:

  1. Die Meisterung des realen Lebens, das Zurechtkommen in der äußeren Welt und das Auskommen mit sich und den anderen.
  2. Die Suche nach dem Ursprung unseres wahren Wesens und die Befreiung von allem, was uns davon trennt.
  3. Sein, der ich bin. Den Egenwillen loslassen und nur noch den Schöpfungswillen achtsam durch mich wirken lassen.

Kurt Tepperwein: Die hohe Schule des Lebens, 2005

Das Geniale an der Yogastrategie ist die Einsicht, dass Widerstand und impulsives Reagieren auf Muster nur weitere Probleme heraufbeschwören: der “Moor-Effekt”. Je mehr wir zappeln und strampeln und Widerstand leisten, umso tiefer versinken wir, umso mehr verstricken wir uns in Begierden, Abneigungen und geistiger Unruhe. Und geistige Unruhe kann uns nur tieferes Leid bescheren.

Stephen Cope: Die Weisheit des Yoga, 2006

Übe dich im Loslassen. Das Ziel des Yoga ist die Flexibiltät, für die das Loslassen von essenzieller Bedutung ist. Loslassen und Flexibiltät gehen miteinander einher. Gebundenheit erzeugt Starrheit. Verspreche dir, deine Vostellungen davon, wie etwas zu sein hat, anderen nicht starr aufzudrängen. Lasse dir selbst und anderen Freiraum, um ungezwungen handeln zu können. Erinnere dich immer wieder daran, dich in alle Situationen mit distanzierter Beteiligung zu begeben.

Nimm die Ungewissheit als essenziellen Bestandteil deiner Erfahrung an und beobachte, wie sich kreative Lösungen für existierende Probleme spontan aus dem Chaos ergeben. Kulitiviere eine innere Haltung der Neugier und der Unschuld in deinem Leben und beachte, wie sich in dir eine tiefe innere Sicherheit entwickelt, die von Dingen um dich herum unabhängig ist.

Überlasse dich dem Energiefeld der unbegrenzten Möglichkeiten. Verbinde deine konzentrierte Intention mit dem Distanzieren vom Ergebnis und beobachte, wie leicht es dir fällt, deine Wünsche zu erfüllen, während du zentriert bleibst, selbst in Zeiten der Verwirrung und der Unruhe.

Deepak Chopra & David Simon: Die 7 geistigen Gesetze des Yoga, 2004

Durch das Üben von Pranayama werden zielstrebiges Denken, starke Willenskraft und gesundes Urteil entwickelt.

B.K.S. Iyengar: Licht auf Pranayama, 1981

Tantra sagt, dass der Körper der Tempel ist. Dein KörpOsho mit geschlossenen Augen und Gebets-Haltunger ist der Tempel des Göttlichen, die Wohnung des Göttlichen; behandle deinen Körper also nicht wie ein Objekt. Er ist heilig, er ist geweiht. Und wenn du Atem holst, bist nicht nur du es, der einatmet – es ist das Göttliche in dir. Du isst, du bewegst dich, du gehst. Sieh es einmal so: Nicht du bist es, es ist das Göttliche, dass sich in dir bewegt. So wird es ganz und gar zu einer Sache der Hingabe!

Osho: Das Buch der Geheimnisse, 1975

 

Ihr alle müsst eure eigene Göttlichkeit entdecken und aus eigener Kraft das Reich Gottes erobern.

Paramahansa Yogananda: Die ewige Suche des Menschen, 1934

Yoga fordert nicht auf, an irgend etwas zu glauben. Yoga sagt: erfahre!

Osho: Die Geburt des Individuums, 1974

Meditation. Ein Wort, das nicht mit Y anfängt, aber den Y-Faktor hat, weil Meditation die zentrale Disziplin im Yoga ist. Yoga wurde vor nunmehr 6.000 Jahren von Leuten erfunden, die der Meinung waren, dass nur das innere Zuhause gegen Sintflut, Feuer, Erdbeben, räuberische Überfälle und Immobilienhaie gesichert ist. Das einzige Zuhause, das uns niemand kündigen kann und zudem mobiler als ein Wohnwagen ist. Ständig präsent und immer gemütlich, weil immer, ob du es glaubst oder nicht, erfüllt mit Musik. Und niemand hat das Licht ausgemacht. Schlüssel? Braucht es nicht. Die Tür steht offen. Was es jedoch braucht, ist das wissen, wo man die Tür finden kann. Mit Augen schließen ist es nicht getan. Man muss Gedanken schließen können. Man muss Gefühle zumachen. Wie das geht, lernt man inzwischen in jeder Volkshochschule, witziger ist das Yoga-Studium unterwegs. Meditation und Reisen zu verbinden, ist die Königsklasse des Tourismus, weil man doppelt bucht, für außen und innen. Flamenco lernt man am besten in Andalusien, Kung-Fu in Taiwan, die Heimat des Yoga ist Indien, seine Wiege steht im Himalaja. Tip: Rishikesh, zu Füßen des legendärenGebirges an den Ufern des Ganges. Gute Luft, perfektes Klima, zweigeteilt. Das weltliche Rishikesh liegt auf der einen, das spirituelle auf der anderen Seite des Flusses. Im spirituellen Rishikesh sind Autos, Motorräder, Alkohol und Fleisch verboten. Jedes zweite Haus ist ein Ashram, jedes dritte ein Tempel, jedes vierte ein Hotel. 1.000 Yoga-Schulen. Es wird viel geatmet und viel gesungen. Abends, am Ganges, sie nennen es Arti: Schalen mit kleinen Feuern werden dazu geschwungen, und Kerzen werden in Blätter-Schiffchen dem Fluss übergeben… Das Schöne an Yoga ist, dass es uns zur Mitte bringt, das Schöne an der Mitte ist, dass in ihr die innere Stimme zu Hause ist, und das Schöne an der inneren Stimme ist, dass sie nie fragend spricht, sie antwortet immerzu.

Helge Timmerberg: Timmerbergs Reise-ABC, 2004

Es gibt zwei Körper, mit denen du beim Yoga arbeitest. Deinen äußeren, physischen und einen zweiten, den spirituellen Körper. In ihm sind die tieferen Aspekte des Yoga angesiedelt, die als das Herz des Yoga bezeichnet werden.

Alice Christensen: Yoga des Herzens, 1998

Der Wunsch der unsterblichen Meister des Yoga war und ist, das wir durch ihre Lehren und Praktiken in diesem unserem Leben zu wahrem Glück finden und dieses Glück mit allen anderen Menschen teilen.

Joachim Reinelt: Der Yoga-Pfad, 2009

Um wieder zur inneren Einheit zu kommen und im Einklang mit sich selbst zu leben, sind drei Schritte zu tun:

  1. Die Meisterung des realen Lebens, das Zurechtkommen in der äußeren Welt und das Auskommen mit sich und den anderen.
  2. Die Suche nach dem Ursprung unseres wahren Wesens und die Befreiung von allem, was uns davon trennt.
  3. Sein, der ich bin. Den Eigenwillen loslassen und nur noch den Schöpfungswillen achtsam durch mich wirken lassen.

Kurt Tepperwein: Die hohe Schule des Lebens, 2005

Es gibt grundsätzlich zwei Wege, die zur Erkenntnis Gottes führen: den äußeren Weg und den inneren oder transzendenten Weg. Der äußere Weg besteht darin, richtig zu handeln, seinen Nächsten zu lieben und ihm zu dienen, während man das Bewusstsein stets auf Gott gerichtet hält. Der transzendente Weg erfordert tiefe, nach innen gerichtete Meditation. Wer den transzendenten Weg beschreitet, erkennt, was er nicht ist, und entdeckt, was er in Wirklichkeit ist. “Ich bin nicht der Atem, Ich bin nicht der Körper, ich bin weder Knochen noch Fleisch. Ich bin nicht der Verstand und nicht das Gefühl. Ich bin das, was jenseits von Atem, Körper, Verstand und Gefühl liegt.“ Wenn ihr das Bewusstsein dieser Welt hinter euch lasst und wisst dass ihr nicht der Körper und nicht der Verstand seid, euch aber dennoch eures eigenen Daseins so bewusst seid wie nie zuvor, dann ist dieses göttliche Bewusstsein euer wahres SELBST. Ihr seid das, in dem alles im Universum seinen Ursprung hat. Warum nicht die Dunkelheit ergründen, die hinter euren geschlossenen Augen liegt? Dort ist das Land, dass es zu erforschen gilt.

Paramahansa Yogananda: Die ewige Suche des Menschen, 1934

 

Hast du ein Lieblings-Yoga-Zitat? Dann schreib es doch hier in den Kommentar. Namasté:-)

2 thoughts on “Zitate

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